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Wanderfalke

Blick in die Bamberger Wanderfalkenkinderstube

Ein übergreifendes Projekt bei welchem sich das Umweltamt der Stadt Bamberg , die Bergwacht Bayern Bereitschaft Bamberg,die Sparkasse Bamberg Filiale Gaustadt, die Stadtwerke Bamberg Energie- und Wasserversorgungs- GmbH, der Landesbund für Vogelschutz in Bayern, Firma Kramer Burgebrach, der Betreiber der Turbinenanlage Erba , sowie die Initiative Artenschutz im Steigerwald beteiligten möchte mit einer innovativen Artenschutz- Umweltbildungsmaßnahme auf eine selten Vogelart sowie deren Lebensraumansprüche aufmerksam machen.

Den Wanderfalken!
Bamberg / Gaustadt. Noch vor 25 Jahren stand der faszinierende Greifvogel kurz vor dem Aussterben! Lebten im Jahr 1950 noch gut 800 Paare in Deutschland sank der Bestand auf rund 50 Brutpaare ab.

Ursächlich für diesen extremen Rückgang waren Biozide, welche sich in der Nahrungskette angereichert hatten. Dieser Prozess führte massiven Fortpflanzungsstörungen, Eier mit toten Wanderfalkenembryonen, unbefruchtete Wanderfalkeneier, jedoch vor allem die zunehmende Dünnschaligkeit und damit verbunden das Zerbrechen der Eier, führten zum langjährigen Reproduktionsausfall.

Auch der  Freistaat Bayern war von diesem Rückgang stark betroffen, hier sank der Bestand zwischen 1950 und 1975 von ehemals 150 Paaren auf etwa 15 Paare ab.

Nach dem Verbot der Schadstoffe stiegen die Wanderfalkenbestände deutlich an. Ausgehend von den Restpopulationen breiteten sich die Falken langsam wieder aus. Nördlich des Mains wurde die Wiederbesiedlung ehemaliger Verbreitungsgebiete durch Auswilderungen unterstützt. Aktuell leben in Bayern wieder etwa

200 Wanderfalkenbrutpaare.

Die Erba Industiebrache beherbergt seit 2003 eines der bayerischen Wanderfalken-Paare.

Im Jahre 2003 konnte ein übergreifendes Artenschutzprojekt dieser bedrohten Vogelart auf 70 Meter Höhe, bildlich gesprochen „unter die Flügel greifen“.

Am Kamin der ehemaligen Erba wurde in einem spektakulären, über 8stündigen andauernden Einsatz,  eine in ihrer Bauweise  bis dahin in Bayern einzigartige über 200 kg schwere spezielle Wanderfalkennisthilfe  montiert.

Bereits im darauf folgenden Jahr konnte sich diese bewähren 2004 flogen vier, 2005 drei und 2006 wiederum drei Jungfalken aus.

Damit scheint doch alles in Ordnung zu sein?

Nein, denn Gefährdungen gibt es jedoch nach wie vor, lediglich die Varianten haben sich verändert. Horstplünderungen,Vergiftungen und Abschüsse und vor allem Nistplatzverluste  sind nicht ungewöhlich!
Wir sind der festen Überzeugung das nur intensive Aufklärungsarbeit und das Wissen über Lebensweise und Lebensraumansprüche der beste Schutz für bedrohte Tierarten sind. „Nur was wir kennen und schätzen, werden wir auch schützen”.
Diesem Ziel dient auch ein spezielles  Angebot an die breite Bevölkerung und besonders Familien mit ihren Kindern, konkret am Familienleben der Wanderfalken teilzunehmen.
Vor wenigen Tagen wurden durch die Bergwacht am Kunsthorst der Wanderfalken spezielle Infrarot Funk - Kameras installiert, welche ganztägig Live Bilder in die etwa 650 Meter entfernte Filiale der Sparkasse in Gaustadt übermittelt.


Auf Monitoren können die Besucher der Bank ab sofort Einblicke in die Lenesweise der Wanderfalke nehmen. Daneben werfen die Kameramodule Tag und Nacht ein wachsammes Auge auf die Gaustadter / Bambgerger Falken sowie deren Umfeld und dokumentieren jegliches Geschehen.Für Besucher und Kunden der Sparkasse Bamberg Filiale Gaustadt steht detailliertes Informationsmaterial zum Wanderfalken in schriftlicher Form zur Verfügung.
Wenn die Wanderfalken mitspielen, wird es ab Mitte Februar / Ende Februar auf den Monitoren „lebendig” werden, denn hier Beginnt das Brutgeschäft der Vögel.

Unser besonderer Dank geht an

Theo Dremel, Franz Schmitt, Rudi Hübner,  Kramer Günter  , Klauer Toni,Jonas Dippold,Matthias Erlacher,Peter Bauer,Johanna Herdegen , Gerhard Kunze, Anton Link , Peter Bischoff , Michael Krüger , Hollfelder Jochen ,Keidel Walter, Theo Bogdan, Herrn Götter, Raimund Wörner, Dr. Jürgen Gerdes , Herrn Raab , Herrn Masobust., Ulrich Lanz ,  Rheinhard Hassler,  Katarina Krys, Sven Brand , W.Schmidt-Bollman, Harald Möginger, ohne deren Unterstützung dieses Projekt so hätte nie stattfinden können.